Es hat uns uns wieder ins Hochland gezogen und zwar auf der F35.

Zuerst haben wir uns noch eine eher unbekannte Schlucht mit Wasserfall namens Kolugljufur angesehen. Die Schlucht ist etwa 40 – 60 m tief. Die Schlucht hat den Namen von der Trollfrau Kola, die der Sage nach hier gelebt und die Schlucht gegraben haben soll. In der Schlucht hat es einen sehr schönen Wasserfall, der zwar mit 8 m nicht sehr hoch. Er stürzt aber sehr pitoresk in die Schlucht.

Danach sind wir Richtung der Kjalvegur, d.h. der F35 gefahren, die uns ins Hochland führt. Mit 168 km ist die die zweitlängste und die mittlere der Hochlandpassagen. Unterwegs sind immer wieder schöne Island-Pferde, tolle Ausblicke auf den Gletscher Hofsjökull.

Unser gestriges Tagesziel war Hveravellir. Hveravellir bezeichnet sowohl einen Zentralvulkan unter dem Gletscher Langjökull im Westen von Island als auch das dazugehörige Geothermalgebiet. Heute Abend ist es wieder sehr kalt (4 Grad um 18.00 Uhr) und es stürmt stark. Mit „Mütze“ bewaffnet, haben wir uns aber trotzdem noch das Geothermalgebiet angesehen, die uns immer wieder begeistern, auch wenn dieses Gebiet nicht ganz so aktiv ist, wie andere.

Nachdem wir heute Morgen mit traumhaftem Wetter aufgewacht sind, haben wir uns gleich nochmals auf einen kleinen Rundgang in Hveravellir begeben.

Danach folgen wir weiter der F35 nach Kerlingarfjöll, ein vulkanischer Gebirgszug. 

Die Fahrt nach Kerlingarfjöll war herrlich – nicht nur wegen dem Wetter. Die Weite, die Aussicht auf den Gletscher Hofsjökull, wunderbar karge Steinwüsten – wir können uns fast nicht satt sehen.

In Kerlingarfjöll liegt auch Hveradalir, ein Hochtemperaturgebiet mit zahlreichen heißen Quellen, Schlammtöpfen, Fumarolen und dampfenden Bächen. Heute sind viele Aussichtspunkte gebaut, über welche man mittels Treppen hochsteigen kann – das war in 2014 noch nicht. Wir haben hier über zwei kurzweilige Stunden verbracht, die viele Fotomotive ergaben.

Heute Abend stehen wir auf dem Campingplatz von Hveradalir, wo wir uns eben köstliche Schweinssteak grilliert haben, auch wenn es unsäglich gewindet hat. Aber diese Herausforderung hat unser Grillmeister Norbert mit Hilfe von Hildegard gekonnt gelöst.

20.08.2020/21.08.2020: Endlich wieder Hochland auf der F35 Kjalvegur