Der heutige Tag stand voll und ganz im Zeichen von alten Kirchen, Torfhäuser und natürlich der Island-Pferde.

Da gestern Montag war und fast alle Museen geschlossen waren, so auch das Museum der Island-Pferde in Hólar, sind wir heute nochmals von Hofsós zurückgefahren. Wir könnten das Museum Hildegard als Island-Pferde-Fan und selber Halterin von zwei solchen Kerlen das nicht vorenthalten. Aber – oh Schreck: es stand eine grosse (nicht unbedingt sehr interessiert aussehende) isländische Reisegruppe da, die schon eine Einführung vom Museums-Verantworliche erhielten. Wir sind an der Gruppe vorbei ins Museum gelaufen, schon kam der besagte Verantwortliche und sagte zu uns, dass es geschlossen sei und auch bis nächste Jahr bleibe. Da hat es mich gleich mal kurz verputzt. Ich habe ihm klargemacht, dass wir im 2014 schon vor verschlossenen Türen standen, gestern sei es auch geschlossen gewesen mit Hinweis, heute geöffnet und heute würden wir nicht wieder abfahren, ehe wir das Museum ausführlich besucht haben. Das hat den armen Herrn ziemlich irritiert und er hat uns versprochen, um 11.00 Uhr eine private Führung zu bekommen. Aber danach würde er für das Jahr schliessen (was uns eigentlich egal ist). 

Zwischenzeitlich haben wir nochmals die Dom-Kirche von Hólar besichtigt und weitere neue Details entdeckt. 

Ja – auch das gibt es zu sehen 😉

Auch die Torfhäuser in Hólar haben wir besichtigt – es ist ein altes Gutshaus, das restauriert wurde.

Pünktlich um 11.00 Uhr sind wir dann wieder beim Museum-Herren vor der Tür gestanden, der uns überschwenglich willkommen geheissen hat 😉. Das Museum ist kleinräumig aber sehr hübsch gestaltet.

Danach fuhren nach Borg (ganz in der Nähe von Sauðárkrókur) um die Kirche Sjávarborgarkirkja. Die Kirche steht malerisch auf einer Anhöhe, umgeben von Islandpferden. Die Kirche wurde vom Gutsherren 1853 erbaut. 

Man beachte die Kralle am Ende des Glocken-Seils 

Nächster Halt war das Torfgehöft Glaumbær. Die Gründung des Gehöftes Glaumbær geht wahrscheinlich auf das isländische Entdeckerehepaar Thorfinn Karlsefni und Guðríður Þorbjarnardóttir zurück, Heute ist es ein Museumsdorf, das sehr schön erhalten ist. Davor steht die neu aufgebaute Kirche mit einem schönen Gedenkstein für Guðriður mit Sohn Snorri.

Ein einem der alten Häuser ist ein „herziges“ Kaffee untergebracht, wo es auch (Norbert und Hildegard können es bezeugen), feiner Zitronen-Cheescake gibt.

Und weiter geht es nach Víðimýri zur Víðimýrarkirkja. Auch eine Torfkirche von 1834 (ich sagte ja – wir hatten heute u.a. Schwerpunkt Kirchen 😉). Die Kirche wird als der „Peters-Dom“ Islands bezeichnet, was wir nicht ganz verstehen, da uns andere Kirchen mehr beeindruckt haben. Auch diese Kirche wurde mit Treibholz gebaut und nur die Aussenwände und das Dach mit Torf errichtet. Das für uns besondere ist die Raumaufteilung: die nördlichen Bänke waren für die Frauen, die südlichen für die Männer. Der Sitzbereich im Chor ist für die vornehmen Herrschaften, die Sänger und die Frau des Pfarrers reserviert.

 

Altar-Bild

Für uns war interessant zu sehen, dass alle Köpfe der vier Evangelisten an der Kanzel während der Reformation „ausradiert“, d.h. unkenntlich gemacht wurden.

Danach fuhren wir ins Tal des Flusses Laxá, wo im Sommer die Island-Pferde auf die Sommerweide gebracht werden. Aus diesem Grunde wird dieses Tal auch Tal der Tausend Pferde“ genannt. Tausende waren es nicht – aber viele und wunderschön auf den Weiden mit ihren wallenden Mähnen anzusehen.

Heute Abend übernachten wir in Blönduós – ein kleiner Ort (ca. 850 Einwohner), der im 19. Jahrhundert die Handels- und Hafenrechte erhalten hat.

Er hat zwei Kirchen – die neue Dorfkirche, welche ein architektonisch recht schöner Bau ist.

Etwa 3 km entfernt liegt die Altstadt mit der alten Dorfkirche – wobei Altstadt sehr übertrieben ist. Sie wirkt eher ärmlich und viele Geschäfte sind dicht, resp. haben der Konkurrenz aus der „Neustadt“ nicht standhalten können. 

 

 

18.08.2020: Tag der Kirchen, Torfhäuser und Island-Pferde

2 Gedanken zu „18.08.2020: Tag der Kirchen, Torfhäuser und Island-Pferde

  • August 19, 2020 um 3:40 p.m. Uhr
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    Das ist wieder ein vielseitiger spannender Blog, die vielen unterschiedlichen Kirchen, die Torfkirche hat es mir angetan so richtig alt und rustikal. Auch sehr schön die Islandpferde sie sehen so lieblich aus ,das Eine mit dem Lächeln, soooo köstlich, Claudia, hast du ein neues Hobby Pferdeflüsterer , ein intensives Gespräch mit dem Pferd??? Wünsche euch weiterhin viel Spass und Freude auf dem Islandtrip es ist grandios was ihr erlebt und es uns weitergebt vielen Dank

    • August 19, 2020 um 10:43 p.m. Uhr
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      Hallo Mams, hihi – ja, mache künftig als Pferdeflüsterin – wir haben uns beide gut verstanden ;-). Es war wirklich alles sehr spannend und schön – und eben, die Pferde sind prächtig. En gueti Nacht und Kuss

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