Am 14.08. erlebten wir in Sigurdarskalie einen der stärksten Stürme. Am Abend erstrahlte der Himmel über dem Vatnajökull in den tollsten Farben – wer hätte da gedacht, dass der Sturm noch weiter zulegt in der Nacht.

Neben uns hat sich ein Camper mit Hubdach in den Windschatten gestellt. Einige Dachzelt-Camper vertrauten darauf, dass sie ihre Wagen (Defender und Range Rover) richtig in den Wind gestellt hatten. Leider drehte der Wind ständig und die Böen hatten zwischenzeitlich gut und gerne 200 km/h. Irgendwann wurden die Personen im Dachzelt von den Hütten-Wards aufgefordert, die Dachzelte zu schliessen und in die Hütte zu kommen, da ihre Wagen zu kippen drohten.

Am nächsten Morgen fuhren wir bei stahlblauem Himmel zum Vatnajökull: wir kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus – so eine riesige Eismasse mit Gletschertoren, von denen wir nur einen Bruchteil der Dimension wahrnahmen. Die geplante Besichtigung der Eishöhle viel aus, da es aktuell nicht erlaubt bist, auch nur in die Nähe zu gehen, da Eis runterbricht. Aber das hat dem Erlebnis keinen Abbruch getan.

Anschliessend machten wir uns auf der F902, F903, F910 und F905 nach Möðrudal. Obschon wir die F902 am Vortag schon gefahren sind – allerdings bei eher grauer Wetterstimmung – war die heutige Landschaft, die Wüsten, Lavafelder und auch die verschiedenen Furten nochmals ein ganz anderes visuelles Erlebnis.

Mit 469 m ist Möðrudal der am höchsten gelegene noch heute ständig bewohnte und bewirtschaftete Hof im Land. Daneben hat es einen Camping-Platz, wo wir erst mal unser WoMo innen vom Sand befreiten, soweit es möglich war – aber mind. so, dass nicht mehr alles unter den Füssen und in den Zähnen knirrschte. Der Hof ist seit der Besiedlung Islands (3. Jahrhunder n.C.)  bewohnt. Auf ihm wird Schafzucht betrieben. Die kleine Kirche hat der Bauer Jón A. Stefánsson, der 1995 fast 100-jährig starb, zum Andenken an seine Frau 1949 selbst errichtet. 

Heute Morgen sind wir zum zweiten Mal zum Wasserfall Aldeyjarfoss mit den wunderbaren Basaltsäulen und -Skulpturen, von der Natur geformt, gefahren (Hildegard kannte diesen nocht nicht). Dieses haben wir diesen schönen, 20 m hohen Wasserfall bei Sonnenlicht bewundern können. 

Einige Pferde werden bereits von den Weiden geholt.

Danach fuhren wir nach Akureyri, da wir entsorgen, einkaufen und v.a. waschen mussten. Wir stehen auf einem tollen Camping-Platz namens Hamrar, ausserhalb Akureyri. Er ist riesig, aber in einzelne Bereiche unterteilt, so dass die Grösse gar nicht negativ auffällt.

Morgen haben wir eine Boots-Tour gebucht, um hoffentlich Wale sehen zu können. Wir sind gespannt.

14.08./15.08.2020: Stürmisches Sigurdarskalie – wunderbare Vulkanlandschaften und Waschabend in Akureyri

2 Gedanken zu „14.08./15.08.2020: Stürmisches Sigurdarskalie – wunderbare Vulkanlandschaften und Waschabend in Akureyri

  • August 16, 2020 um 7:38 a.m. Uhr
    Permalink

    Einen wunderschönen Blog Island so Facettenreich, ich glaube kein anderes Land hat so viele Gegensätze jedenfalls sehr spannend aber teilweise auch sehr wild mit den Sandstürmen, wahnsinnig was ihr alles erlebt teils mit richtig waghalsigen Fahrten aber es lohnt sich! Ich weiss, dass ihr eine gewisse Vorsicht walten lässt, wünsche euch einen schönen Sonntag mit Sonne herzliche Grüsse Mams.

    • August 16, 2020 um 9:12 p.m. Uhr
      Permalink

      Hallo Mams, nein nein – wir sind nicht waghalsig und die Furten sind auch nicht so schlimm (sonst werden sie umfahren – was bis jetzt noch nie nötig war). Wir sind vorsichtig – und geniessen die Zeit in Island. Kuss

Die Kommentare sind geschlossen.