(Blog wurde erst am 25.7. hochgeladen, da wir keine Internetverbindung am Abend hatten – passiert öfters mal 🙄).

Den gestrigen Tag verbrachten wir ganz in Cheng De mit Besichtigungen und Besuch eines „grossen Supermarktes“.

Als erstes besichtigten wir den kleinen Potala Palast. Der richtige Potala Palast steht in Lhasa (Tibet). Der tibetisch-buddhistische Tempel der Pataraka-Dokrin (auch „Kleiner Potala-Palast“ genannt) hat eine Fläche von 22 000 km² und wurde 1771 erbaut. In dieser Zeit besuchte der 6. Panchen Lama den Kaiser Qianglong. Der damalige Hof glaubte an den Lamaismus. Kaiser Qianglong baute zur Feier seines 60. Geburtstag und des 80. Geburtstags seiner Mutter den Tempel als Nachahmung des Potala-Palast, aber so ausgestaltet, dass jederzeit sichtbar ist, dass sich der Kaiser dem Lama überlegen fühlt. Es ist ein sehr beeindruckender Komplex.

In China gehört der Boden immer dem Staat und kann nicht privat besessen werden. D.h. der Boden wird vom Staat „gemietet“. Der Staat kann aber auch entscheiden, wenn er diesen Boden braucht, um was neues zu Bauen. Es gilt das Motto: „It is the Spirit that counts, not the Substance“ resp. „Es zählt der Geist, nicht die (Bau-)Substanz. So sieht man öfters, dass noch kleine Reste von Dörfern oder in diesem Fall einer alten Mauer steht, aber der Rest neu gebaut wurde. Bei diesem Foto musste ein neuer Parkplatz her, also wurde einfach die alte Mauer des Potala-Palastes eingerissen, ein kleines Stück stehen gelassen und ein Parkplatz darüber betoniert.

Anschliessend fuhren wir zum Grossen Budha-Tempel in Chengde. Der Puning-Tempel oder Tempel des Universalen Friedens bzw. das Puning-Kloster ist einer der acht äusseren Tempel in Chengde. Das buddhistische Kloster befindet sich im Norden des Parkkomplexes des Sommerpalastes (Kleiner Potala Palast) am Ufer des Wulie-Flusses. Wegen der grossen Goldlack-Holzstatue des Guanyin-Bodhisattwasin wird er auch Grosser-Buddha-Tempel genannt. Die Statue ist rund 22.28 m hoch und aus zwei grossen Baumstämmen gefertigt. Sie ist die grösste Buddha-Holzstatue der Welt.

Anschliessend war Einkaufen im grössten Supermarkt von Cheng De angesagt. Gar nicht so einfach, wenn alle Produkte nur auf Chinesisch angeschrieben sind, die Angestellten wenige der 20’000 Schriftzeichen verstehen und wir mehr als nur Reis, Nudeln, Brot wollen. Aber egal – es war ein Erlebnis.

Hier in China hängen selbst Bäume am Tropf – es werden so Nährstoffe zugeführt.

Nach der Ankunft baben wir mal wieder ein Brot gebacken, da Brot, wie wir es kennen, in China ganz fehlt.

Heute sind wir die rund 270 km nach Qinghuangdao gefahren. Quinghuangdao ist eine Hafenstadt mit rund drei Mio. Einwohnern und einer der grössten Kohlehäfen in China.

Wir durften die Autobahn nicht verlassen. Die nächsten zwei Nächste stehen wir am östlichsten Punkt unserer Reise – ab jetzt geht es wieder westwärts Richtung Schweiz), aber allein 7’000 km durch China. Der Stellplatz ist am Gelben Meer – schon besonders zu wissen, dass wir im März vom westlichesten Teil Europas, dem atlantischen Ozean in Portugal bis zum Pazifik als östlichster Teil gefahren sind. Nun sind wir bei 116 Grad Ost angekommen

Unser Stellplatz ist gleichzeitig auch ein Wasserpark, wo sich die Chinesen gerne vergnügen und Abkühlung suchen. Heute hatten wir zeitweise 42 Grad.

Die sanitären Anlagen sind absolut eklig: Die Toiletten sind ein gruppendynamisches Erlebnis.

Norbert liess es sich nicht nehmen, einen Schwumm im Meer zu machen 😂.

Morgen geht es die Stelle am Gelben Meer, wo die grosse Mauer darin verschwindet.

23./24.7.2019: Ein Tag in Cheng De und Weiterreise nach Qinghuangdao (280 km)

2 Gedanken zu „23./24.7.2019: Ein Tag in Cheng De und Weiterreise nach Qinghuangdao (280 km)

  • Juli 25, 2019 um 5:43 a.m. Uhr
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    Hallo Ihr lieben,
    Dieser Bericht bringt einem ja beim blossen Lesen ins Schwitzen 😉 erst eine solch riesige Tempelanlage, dann ein fast so grosser Supermarkt und das alles bei bis zu 42°! – Phaa – also ich habe hier mit 37° schon absolut keine Lust mehr nach draussen zu gehen – geschweige denn noch nach „sight seeing“; Ihr seid absolut zu bewundern… Gut, wenn man da sein eigenes zu Hause dabei hat; damit man wenigstens auf dem „stillen Örtchen“ seine Ruhe und Hygiene hat; und auch, dass der Platznachbar mal etwas näher rückt nimmt man hier wohl gerne in Kauf, denn der macht ja etwas Schatten. Dass man da so strickte nach bewilligten Routen fahren muss ist eine Kuriosität, die uns gar nicht zusagen würde. Nun, man muss wohl einiges in Kauf nehmen, wenn man einen persönlichen Eindruck von „Reich der Mitte“ bekommen will. Ich wünsche Euch auf jeden Fall weiterhin viel Spass, genügend Geduld und einen starken Magen 😉 Mit herzlichen Grüssen Rita

    • Juli 25, 2019 um 1:08 p.m. Uhr
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      Hihi – vielen Dank. Heute war es noch heftiger – 42 Grad und 80 % Luftfeuchtigkeit. Aber war ganz erträglich – ich glaube, man gewöhnt sich daran. Ja – wenn man in gewissen Ländern reist, dann gibt es auch andere Bestimmungen. Nur – wir nehmen dies für dieses spannende Land sehr gerne in Kauf. Liebe Grüsse und bis bald wieder.

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