Heute wollte das Wetter nicht so ganz – es war bewölkt, hatte die ganze Nacht geregnet und auch heute tagsüber regnete es immer wieder. Aber es hat der Interessantheit der Stadt keinen Abbruch getan, so sind wir um 09.30 Uhr mit dem Bus abgeholt worden.
Die Stadt wurde 1932 in Gorki umbenannt, nachdem Maxim Gorki offiziell als proletarischer Schriftsteller anerkannt worden war (und das bereits mit 43 Jahren). Erst nach der politischen Wende erhielt sie 1990 ihren alten Namen zurück.
In den 1930er Jahren erhielt Gorki den Status einer „geschlossene Stadt“, die von Ausländern nicht besucht werden durfte. Grund dafür waren die hier ansässigen Betriebe, die auch Rüstungsgüter herstellten. 1932 wurden eine Automobil- und eine Flugzeugfabrik eröffnet. In Gorki wurden unter anderem Atom-U-Boote, Kampfflugzeuge (etwa die MiG-29 oder die MiG-31) und Panzer produziert. Erst 1991 wurde die Stadt wieder für Besucher geöffnet.
Als erstes besuchten wir die Alexander-Newski-Kathedraleist, eine russisch–orthodoxe Kirche. Die Kathedrale befindet sich auf dem ehemaligen Gelände der Nischni-Nowgoroder Messe. Die heutige Reiseleiterin, Tatjana, war brillant – leider konnte sie nur russisch und Dima, unser Reiseleiter durch Russland, musste übersetzen. Tatjana war mit Herz und Blut dabei, hatte zu allem zusätzlich noch Bilder, Erklärungen und Anekdoten beigefügt.

Danach ging es zur nächsten Kirche, wo gerade die Messe zelebriert wurde. Wir sind jedes Mal tief beeindruckt von den klaren Stimmen des Chores, der meist nur aus drei Personen besteht: die Mariä-Entschlafens-Kirche.

Hier steht übrigens ein Stadion, das extra für die Fussball-WM gebaut wurde. Es fasst 45’000 Besucher und kostete 3 Mio. Franken. Dieses Geld wäre wohl besser im Ort selber eingesetzt werden, denn das Stadion gammelt dann in den nächsten Jahren vor sich hin und bringt der lokalen Bevölkerung sehr wenig.

Von da fuhren wir zur sogenannten „Weihnachtskirche“, die wohl auch aufgrund ihrer Türme, die fast wie Weihnachtskugeln aussehen, so genannt wird.
In der Fussgängerzone hatten wir einige Zeit zum Fotografieren und auch „Elektrische Vitamine“ tanken, was Norbert und ich natürlich auch gemacht haben. Beim Eintreten war die Anzeige auf 0 – nach Berühren der beiden Seiten auf 50 – wen wundert es 🤩.

Unsere Reiseleiter-Crew ist auch immer für einen Spass zu haben – schnell hinstellen, wie die Statuen.

Der Abschluss war im Kremel, der sehr malerisch und als Trutzburg auf einem Hügel gebaut. Im Kremel selber war heute eine Ausstellung von Oldtimern Gaz, die hier in Nizhniy Nowgrod gebaut wurden.
In der nahen Fussgängerzone haben wir noch ein paar Aufnahmen gemacht, da wurde es uns dann endgültig zu kalt und nass und wir flohen in ein Restaurant.
Am Nachmittag, nach Rückkehr zum Stellplatz, hatte ich noch Besuch (Norbert war bei der Reiseleitung zum Aufladen eines neuem Guthaben für das Internet auf unserer russische SIM-Karte). Da klopfte es an die Tür und zwei Jungs standen draussen, die wohl an Askja interessiert waren. Mit Hilfe von etwas Englisch und Google-Translator konnten ich mich mit Sergei und Alexander unterhalten – sie wollten natürlich mal reinkommen, was ich ihnen nicht verwehren konnten. Alle beide hatten schön brav die Schuhe ausgezogen.

Heute Abend haben Norbert und ich noch einen längeren Marsch durch Nizhniy Nowgrod gemacht und zwar im neueren Teil, wo wir auch stehen. Wir haben auch die erste Ausgabe des Tragflügelbootes angeschaut, das hier von Rostislaw Alekseev (1916- 1980), ein sowjetischer Schiffskonstrukteur der Schiffswerft „Krasnoje Sormowo“ gebaut wurde.
Es ist spannend durch die Strassen zu laufen und zu sehen, wie ärmlich die Häuser aussehen aber wie tolle Einkaufsläden es doch gibt – und wir konnten vor einem Geschäft mit Delikatessen nicht widerstehen. Wir haben uns von der Chefin für einen russischen Wein auf einer Mischnung aus russisch/englisch beraten lassen. Wir trinken heute einen feinen Wein, dafür verzichten wir auf ein Abendessen (hatten ja Mittagessen). Wir fühlen uns total wohl und sicher – auch in den Nebengassen. Ein ganz anderes Bild von Russland vor Ort, als das uns vermittelt wird.


Lada in leicht aufgemotzter Version 

Der modebewusste Hund: Moja und Andra 😉 

So wird für ein Restaurant für Burger geworben. 
Die Helden, die am Tragflügelboot mitgewirkt haben 






Fernheizwärme durch die Wohnquartiere durch.

Morgen geht es weiter – aber zuerst werden wir noch die Weinkellerei von Sorbas besuchen.






























Ui claudia, meine moya wäre wohl wenig begeistert! Hahahaha. Die armen hunde!
Ganz liebe grüsse!
Hihi – genau das dachte ich mir auch. Und Andra (Der Hund von Adi und Conny) ebenso. Aber es passte so perfekt 🙂 zum Gesamtbild.
Liebe Grüsse
Claudia
Eine mega spannende Stadt und so vielseitig,sogar eine Schneiderin für Hundebekleidung,mal schauen was Andra und Moja dazu bellen wufwuf. War die ( gotere wjjjjj gsöffig ) wünsche euch nach diesem spannenden Tag eine gute erholsame Nacht Küsschen Mams. Schön , dass ihr positive Erfahrungen gemacht habt mit den Menschen,wie heisst es: wie mer in Wald ine rüeft chond’s zrogg . Schlofed guet !
Hallo Mams und guten Morgen
ja – die Schneiderin würde sicher auch für Moya und Andra was machen . Ja – der Wein war sehr gut – und wir hatten eine erholsame Nacht. Liebe Gruess ond en schöne Tag, ❤️
Ich glaube, ich müsste alleine spazieren gehen – ohne Andra. Sie würde in einem solchen Anzug nicht aus dem Haus kommen…..
Brave Andra – würde ich auch an ihrer Stelle
Sind ja vielleicht nicht unbedingt die schönsten Fahrzeuge made in Russia (Lada und „flying dolphin“, aber scheinbar „unkaputtbar“ – die Tragflügel-Boote sind uns aus Griechenland bestens bekannt, wo sie laut brummend und schwarz rauchend von Insel zu Insel „fliegen“…
Etwas besseres Wetter wünsch ich Euch für heute.
LG
Rita
Na ja – aber es ist erstaunlich, wieviele von diesen Ladas hier rumfahren – und wie Du schreibst, unkaputtbar. Heute ist das Wetter schon wieder tip-top. Wir waren wohl ganz brav gestern :-).
Liebe Grüsse
Claudia