Wir wurden heute Morgen um 10.00 Uhr abgeholt für die Besichtigung des des Männerklosters Sergiev Possad.

Zuvor hatten wir noch etwas Zeit, den Campingplatz resp. die ganze Freizeitanlage am Torbeevo See zu erkunden. Eine riesen Anlage, überall tönt Musik aus den Lautsprechern wo die Häuschen stehen – möchte nicht wissen, wie es da zu und her geht, wenn es Juni ist und die Moskauer Erholung suchen.

Punkt 10.00 Uhr holte uns der Bus mit unserer Reiseleiterin aus Moskau, Vera ab. Wir besuchten das Männerkloster der Dreifaltigkeit „Sergiev Possad“, benannt nach seinem Gründer. Es ist das grösste russisch-orthodoxe Kloster Russlands und UNESCO-Weltkulturerbe. Das ganze Klostergelände wird Lawra genannt. Diese Bezeichnung wird nur Klöster des höchsten Ranges zuteil. In Russland gab es 5, nach dem Zerfall 1991 gibt es zwei in Russland und 3 in der Ukraine.

Gemeinsam mit Vera und einem angehenden Priester besuchten wir die grosse Anlage.

Wir waren doppelt erschlagen: a) von der Schönheit von Sergiev Posad selber und b) von den unzähligen Touristen. Wobei es heute wohl wenige hatte, wie uns versichert wurde. Wir konnten überall direkt reinlaufen, wo es doch in den Monaten Juni – August wohl mehr als zwei Stunden Wartezeit vor den Kirchen geben soll. Wir lassen einige Fotos für sich und die Anlage sprechen.

Danach wurden wir zurück zum Camping-Platz gebracht, wo wir uns auf die 200 km nach Suzdal machten. Es gab drei Routen zur Auswahl, wobei wir uns für die nördlichste und gleichzeitig auch die schönste (und wohl auch holprigste – auf jeden Fall mussten wir öfters den Asphalt zwischen den Schlaglöchern suchen) entschieden haben. Mit der Abfahrt begann der Gewitterregen, der aber auch bald wieder aufhörte.

Die Route führte uns durch verschiedene Dörfer. Was direkt auffällt, ist das sehr einfache Leben, das in den Dörfern herrscht, um nicht zu sagen Armut. Wir haben verschiedene Szenerien auf unserem Weg nach Suzdal festgehalten, die einen schönen Eindruck von einer Gegend im europäischen Teil Russlands geben, die Abseits der Hauptverkehrsachsen liegt.

Gegen 17.00 Uhr kamen wir auf dem Camping-Platz an, wo wir rasch den Grill auspackten und uns Schweinsmedaillon mit Gemüsse machten.

Um 19.00 Uhr konnte, wer mochte, an der Information durch unseren Reiseleiter Dima über die Russische Geschichte und Entwicklung bis in die Neuzeit teilnehmen. Es war sehr spannend und interessant zugleich.

Zur Auflockerung durften wir Prjaniki, ein Russische traditionelle Lebkuchen, probieren, der mit Zimt, Honig und einer Art Pflaumenconfi zubereitet wird. Als passendes Getränk gab es Kwas, eine Art russisches Brotbier, aber ohne Alkohol.

Morgen werden wir Suzdal besuchen – wir sind gespannt. Ah ja, heute hatten wir noch einen kleinen Vorgeschmack auf China. Wir standen alle auf dem Campingplatz so, dass jeder noch etwas Platz auf der Seite für Tisch und Stühle hat. Also so, dass man „eigentlich“ kein weiteres WoMo mehr dazwischen parken konnte. Nur – wir hatten nicht mit einem Chinesen gerechnet. Der hatte es geschafft, trotz noch vielen freien Stellplätzen, sich so zwischen zwei Reiseteilnehmende zu stellen, dass der eine nicht mehr in sein WoMo kam. Nach kurzer Diskussion gab unser Reisekollege klein bei (es war keine Diskussion zu führen, da der Chinese nicht verstand, wo das Problem ist und immer freundlich lächelte) und platzierte sein WoMo um.

23.5.2019: Sergiev Possad und weiter durch Dörfer nach Suzdal

4 Gedanken zu „23.5.2019: Sergiev Possad und weiter durch Dörfer nach Suzdal

  • Mai 24, 2019 um 5:50 a.m. Uhr
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    Liebe Claudia, lieber Norbert

    Ihr habt es ja strenger, als so mancher Berufstätige! –
    Solch ein Prunk und dann das Gegenteil; das macht nachdenklich – ist aber überall auf der Welt so…
    Ich hoffe, dass Ihr in der schönen Natur nun wieder etwas Luft „schnappen“ könnt um Euch dann voller Neugier auf die nächste Sehenswürdigkeit konzentrieren könnt. – Weiterhin gute Reise.

    Liebe Grüsse
    Rita

    p.s. bei solch einem vollen Programm wirst Du wohl nie zum Backen kommen 😀

    • Mai 24, 2019 um 3:00 p.m. Uhr
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      Hallo Ihr,

      alles gut – wir haben uns das Programm selber ausgesucht und müssen auch nicht teilnehmen, wenn wir nicht wollen. Es ist so, wie wir es uns vorgestellt haben mit Programm, selber erkunden und Freizeit. Doch – ich komme schon zum Backen, im Moment war aber noch kein Bedarf, da Brot sehr gut ist und noch kein Kuchenbedarf besteht

      Liebe Grüsse
      Claudia

  • Mai 24, 2019 um 6:05 a.m. Uhr
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    Ihr habt genau die richtige Reisezeit ausgewählt ,im Juni wird es ein mega Getümmel sein . Das sind ja wieder wunderschöne Fotos,bin beeindruckt von eurem Blog, die Askja ist wieder richtig gefordert worden , wünsche euch wieder einen schönen Tag mit vielen neuen Erlebnissen. Küsschen Mams

    • Mai 24, 2019 um 2:59 p.m. Uhr
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      Danke Mams, das sehen wir auch so. Wir hatten einen tollen Tag – und heute war Putznachmittag

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