{"id":21992,"date":"2023-05-19T18:25:23","date_gmt":"2023-05-19T18:25:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.askja-on-tour.ch\/?p=21992"},"modified":"2023-05-19T18:35:03","modified_gmt":"2023-05-19T18:35:03","slug":"19-05-2023-gute-ankunft-im-liwonde-nationalpark-aber-zuvor-die-quadratur-des-kreises","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.askja-on-tour.ch\/?p=21992","title":{"rendered":"19.05.2023: Gute Ankunft im Liwonde Nationalpark &#8211; aber zuvor die Quadratur des Kreises"},"content":{"rendered":"\n<p>Photos gibt es heute nicht &#8211; aber den heutigen Tag m\u00fcssen wir uns doch kurz von der Leber schreiben! Als wir am 17.05. in Malawi eingereist sind, dachten wir, wir h\u00e4tten einen besonders pfiffigen und erfahrenen Zoll-Officer. Er kannte das Carnet de Passage (was nicht selbstverst\u00e4ndlich ist), stellte alles ordentlich aus, wollte wissen, wann und wo wir Malawi verlassen und stellte uns aufgrund dieser Information die sogenannte Road Tax (Strassengeb\u00fchren) aus, wof\u00fcr wir US-$ 51 bezahlten mussten. Wir hatten auch die Versicherung &#8222;Comessa&#8220; bereits ind Lusaka gel\u00f6st, also alles bestens &#8211; so dachten wir.<\/p>\n<p>Auf unserem Weg heute von Lilongwe nach Liwonde waren zwei Maut-Stellen (Zahlstellen f\u00fcr Strasengeb\u00fchren) zu passieren. Kein Problem &#8211; so dachten wir &#8211; war ja alles gekl\u00e4rt. NUR &#8211; die zust\u00e4ndigen Beamten waren anderer Meinung. An der Dedza-Zahlstelle ging es los: Wir h\u00e4tten im Road Tax-Dokument nicht die richtige Strasse aufgef\u00fchrt &#8211; das w\u00fcrde US-$ 500 Busse kosten, wir m\u00fcssen zus\u00e4tzlich noch an den n\u00e4chstgelegenen Zoll (ca. 15 km von Dedza) fahren und uns ein erg\u00e4nzdes Road Tax-Dokument ausstellen lassen. Nachdem wir uns geweigert haben, hatte der Mitarbeiter an der Zahlstelle seinen Supervisor gerufen. Wir mussten rund 300 m zur\u00fcckfahren (nachdem wir uns durch die hupenden LKWs durchgek\u00e4mpft hatten) und parken. Nun war die Dame Supervisor am Zug. Selbe Aussage, selbe Bus-Androhung. Und noch eine Steigerung: um an den n\u00e4chsten Zoll zu fahren,\u00a0sollten wif Askja an der Mautstelle stehen und und lassen und uns ein Taxi besorgen. Das fanden wir nun total daneben!! Wir weigerten uns, da wir uns sicher waren, im Recht zu sein. Nun gut &#8211; n\u00e4chste Stelle war der Chef der Zahlstelle, ein Officer. Dem erkl\u00e4rten wir erneut die ganze Geschichte &#8211; inzwischen waren 30 Minuten\u00a0 vergangen. Und wieder das selbe Thema: US-$ 500 Busse, zum n\u00e4chsten Zoll und Route anpassen. Pl\u00f6tzlich fragte er uns, ob wir ein Carnet de Passage h\u00e4tten. Nat\u00fcrlich haben wir. Damit &#8211; so seine Aussage &#8211; k\u00f6nnen wir uns \u00fcberall frei bewegen und wir m\u00fcssen nichts bezahlen. Das sollen wir auch der n\u00e4chsten Zahlstelle vor Liwonde melden. Toll &#8211; wir konnten weiterfahren, auch wenn wir der Ruhe nicht trauten.<\/p>\n<p>So &#8211; also in Liwonde angekommen, das selbe Spiel. Mitarbeiter an der Zahlstelle \u00fcberfordert, ruft Supervirsor, der mit uns auch \u00fcberfordert ist &#8211; rein zum Officer. Der fing wieder mit der selben Leier an und wir haben ihm wieder das selbe Geschichten erz\u00e4hlt: Wir wurden nicht gefragt, welche Routen wir fahren wollen, nur an welcher Zollstation wir Malawi verlassen wollen. Wir h\u00e4tten ein Carnet de Passage, der Officer in Dedza hat erkl\u00e4rt, dass das f\u00fcr uns ausreichend w\u00e4re. Aber nein &#8211; dieser Officer war anderer Meinung. Wir seien nun unter Arrest, das w\u00fcrden alle \u00dcberwachungskamera zeigen und wir m\u00fcssten US-$ 500 bezahlen, an die n\u00e4chste Malawi Raod Tax-Stelle fahren, die rund 100 km entfernt liegt und in einer ganz anderen Richtung als von uns geplant. Ein Carnet hatte er gar noch nie gesehen &#8211; er liess sich den Zweck durch seinen ersten Vorgesetzten erkl\u00e4ren und war sich sicher, dass wir die Busse bezahlen m\u00fcssten. Wir weigerten uns und erkl\u00e4rten ihm, dass wir nicht f\u00fcr Fehler von der Malawischen Beh\u00f6rde bezahlen. Dann telefonierte er seinem Boss &#8211; der war schon etwas vorsichtiger und wollte abkl\u00e4ren. Wir sollen warten. Zwischenzeitlich verliess Norbert das B\u00fcro, da er mit der Barefoot Lodge telefonieren und um Rat fragen wollte (waren wir die letzten zwei N\u00e4chte). Zwischenzeitlich habe ich erkl\u00e4rt, dass wir Touristen noch nie so schlecht behandelt wurden in ganz Afrika und uns diese schlechte Erfahrung als Einziges in Erinnerung bleibt wenn wir nach Malawi gefragt w\u00fcrde. Ich sage ihm auch, er solle nun endlich den Officer in Dedza anrufen und dann nochmals seinen Chef. Er erkl\u00e4rte mir, dass sein Chef in Dedza anrufen w\u00fcrde. Gesagt getan: 10 Minuten &#8211; es waren schon 50 Minuten vergangen &#8211; rief sein Chef Chef zur\u00fcck. Unser Officer klagte, dass diese Touriste noch immer in seinem B\u00fcro s\u00e4ssen und nicht bezahlen wollten. Nun wurde er pl\u00f6tzlich immer kleiner am Telefon und musste uns dann erkl\u00e4ren, dass leider der erste Officer in Dedza recht hatte, wir mit dem Carnet de Passage als Touristen \u00fcberall hinfahren k\u00f6nnen, wie uns beliebt und wir auch die bereits bezahlten US-$ 51 zur\u00fcckfordern k\u00f6nnen &#8211; aber nur am Zoll, wo wir eingereist sind. Witzbold &#8211; dahin wollen wir sicher nicht mehr zur\u00fcck. Er entschuldigte sich, w\u00fcnsche uns eine gute Reise und er hoffe, dass wir Malawi doch gut f\u00e4nden!<\/p>\n<p>So &#8211; Quadratur des Kreises geschlossen, drei Stunden Verz\u00f6gerung wegen Beamtenwahnsinn und gesch\u00e4tzte 10 weitere Polizeikontrollen, die aber nur mit uns &#8222;gspr\u00f6chlen&#8220; oder unser Comessa sehen wollten, sind wir im Liwonde NP, im Liwonde Safari Camp angekommen. Heute mussten wir uns den \u00c4rger mit einem geh\u00f6rigen Gin&amp;Tonic runtersp\u00fclen.<\/p>\n<p>Morgen machen wir eine Fr\u00fchsafari &#8211; dann gibt es sicher wieder Bilder und nicht nur Frust von der Leber geschrieben.<\/p>\n\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Photos gibt es heute nicht &#8211; aber den heutigen Tag m\u00fcssen wir uns doch kurz von der Leber schreiben! Als wir am 17.05. in Malawi eingereist sind, dachten wir, wir h\u00e4tten einen besonders pfiffigen und erfahrenen Zoll-Officer. 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